INPRO Innovationsgesellschaft mbH Berlin

Passat CC: Schwarzes Dachsegment zwischen Windschutzscheibe und Dachöffnungssystem (Hersteller: Decoma)

Colormatchfähige Folientechnik

Prozesskette aufgezeigt und mit Pilotbauteil verifiziert

Die lackierte Oberfläche eines Automobils stellt heute ein entscheidendes Qualitätskriterium dar. Sie vermag in erheblichem Maß die Kaufentscheidung des Endkunden zu beeinflussen, ist jedoch nach wie vor ein Kostenfaktor. Daher wird nach Ansätzen gesucht, wie sich die Produktionskosten auch in Teilbereichen reduzieren lassen.

In Verbindung mit Mischbauweisen stellt sich die Frage nach der ökonomischen Dekorierung von Anbauteilen, die nicht zwangsläufig durch die komplette Lackierstraße der Hersteller geführt werden müssen. Für Anbauteile aus Kunststoff ist die Folientechnik eine innovative Alternative zur konventionellen Automobillackierung.

Im Unterschied zur bisherigen Kunststofflackierung wird bei dieser Technologie bereits vor der Bauteilherstellung in einem so genannten Line-Coater eine Folie in der späteren Wagenfarbe dekoriert. Nach dem Thermoformen dieser Folie und Hinterschäumen / Hinterspritzen mit einer glasfaserverstärkten Polymermatrix liegt das fertige Bauteil passend zur lackierten Karosserie vor.

INPRO verfolgte die Folientechnologie seit 2002 und erarbeitete zu dieser Technologie eine prototypische Prozesskette. Zum Jahreswechsel 2004/2005 wurde mit dem Pilotbauteil „Touareg-Blende“ die Prinziptauglichkeit der Folientechnologie nachgewiesen. Damit konnte das Potenzial dieser Technologie für die Serienlackierung von Kunststoffbauteilen aufgezeigt werden.

Die Untersuchung verschiedener Szenarien zur Folienlackierung anhand eines bestimmten Bauteils oder als vollständige Beplankung hat gezeigt, dass die Folientechnologie auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten interessant ist. Die Folientechnik ist eine innovative Technologie mit großem Anwendungs- und Verfahrenspotenzial.

Im Jahr 2008 erfolgte eine Serienumsetzung im VW Passat CC.


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